Bericht: Nassfeld Kurzurlaub

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Das wunderschöne Gebiet rund um die Sonnalpe Nassfeld...

und Umgebung wurde diesmal von den Flowriders nicht nur sportlich gründlich, sondern auch gastronomisch mehr oder minder sehr genau und beharrlich unter die Lupe genommen.

Obwohl sich die Interessenslage der Teilnehmer diesmal teils doch ein wenig divergierend dargestellt hat, war der erste größere Flowridersausflug über vier Tage mit drei Nächtigungen ein wirklich tolles Erlebnis mit unendlich viel Spaß und wie man es nimmt, vielen sportlichen Herausforderungen.

Mit von der Partie waren diesmal die Flowriders:

-  Christian Krassnitzer        KRICKE

-  Christian Philipp               SPRITZERKÖNIG

-  Michael Smrcka               SMUZE (SPRITZERPRINZ)

-  Andreas Miklautz             MIKI

-  Roman Uznik                   UZE

-  Christoph Jellen               KARLI

-  Josef Laussegger             ALPENCROSSER

-  Peter Madritsch               MTB-INSTRUKTOR   ( samstags )

Als Homebase für unsere internen und externen Unternehmungen stand uns das auf italienischer Seite in 1530 m und direkt am Nassfeld-See gelegene Dreisternehaus Hotel Ristorante AL GALLO FORCELLA mit hauseigener Bar zur Verfügung. An dieser Stelle gestatte ich mir anzumerken, dass die Berichterstattung diesmal unvollvollständig und nicht detailliert erfolgen konnte, weil es mir nicht möglich war, bei allen Unternehmungen ( speziell Nächtens ) anwesend zu sein. Um Verständnis möchte ich auch alle Akteure bitten, die hier nicht namentlich besonders erwähnt wurden, es geschah ganz bestimmt ohne Absicht! 

Tag 1 :            Donnerstag, 29.07.2010,  HM : 0 m,  km : 0,0

Die Wettervorhersage hat diesmal leider nicht danebengegriffen! Anreise noch bei leichter bis mäßiger Bewölkung, bei der Ankunft am Passo di Pramollo nur noch bitterkühle 8 °C mit Starkregen und böigen Wind aus SW.  An eine MTB-Ausfahrt war nicht zu denken und so haben wir uns nacheinander im gemütlichen Restaurant „da Livio“ gleich gegenüber vom Hotel getroffen, bevor wir nach 16:00 Uhr eingecheckt und die Zimmer bezogen haben.

Tag 2 :            Freitag, 30.07.2010,  HM : 846,  km : 20,9

Nach dem ausgiebigen Frühstück leider noch keine Wetterbesserung, wir sind dennoch guter Hoffnung.  Gegen Mittag hört endlich der Regen auf, kältegeschützt und übermotiviert geht es um 13:50 endlich gemeinsam auf Erkundungstour. Zunächst über die Grenze und vorbei an den Hotelburgen, noch auf Asphalt hinauf zur Tressdorfer Alm, ab nun endlich Schotter und ein wenig knackiger entlang dem Weg 125 bis zur Roßalm 1697 m, wo die lieben Kollegen meine Einladung zu einer Hütteneinkehr verweigerten um wie verrückt weiterzukurbeln, natürlich am falschen Pfad und himmelwärts hinauf bis nix mehr gegangen ist!

Biketragend über mächtige Wurzeln und Gestein abwärts und auf steilen Pisten wie Zirkusdarsteller hinunter bis wir endlich beim Speichersee auf den Pfad 403 treffen und diesen entlang bis zur Hauptstraße folgen. 

Und weil es so schön, aber viel zu kurz war, gleich weiter links, ostwärts hinauf, anfangs zunächst noch auf Asphalt, vorbei  an der zur Rechten liegenden Gedächtniskapelle. 

Auf Höhe 1603 m verlasse ich meine Kumpels und zweige links ab um der Watschinger Alm 1625 m und danach meinen alten Spezi, Hans Plattner, Hausherr des gleichnamigen Hotels einen Kurzbesuch abzustatten.  Dabei wurden viele schöne alte Erinnerungen wieder ganz jung, nett und herzlich war das Wiedersehen, nach so langer Zeit!

Die restlichen Flowriders aber kurbeln währenddessen brav weiter hinauf zum Garnitzentörl 1856 m, weiter zur Garnitzenalm 1640 m, dem Garnitzensattel 1674 m zur Ofenalm 1614 m, und westwärts zurück entlang dem Pfad 504 zu unserer Homebase.  Den Erzählungen meiner Kameraden von diversen Verfranzern sowie wilden Schiebe- und Tragepassagen möchte und kann ich nichts hinzufügen………  

Tag 3 :            Samstag, 31.07.2010,  HM : 1795,  km : 45,6    

Wohl wegen der unzähligen nächtlichen „Woci picu“ empfinden einige Flowriders diesen wunderschönen Morgen nicht gerade als angenehm. Ungehindert diesen lästigen Befindlichkeiten starten wir pünktlich gemeinsam um 09:35 Uhr  Richtung 360, bei Prachtwetter. Vorbei an dem zur Linken liegenden Nassfeld-See um danach auf österreichischer Seite unmittelbar vor dem Haus Berghof nach rechts abzubiegen.  Vorerst auf Asphalt moderat ansteigend, diesmal bin auch ich volle dabei, bei 1603 m scharf rechts ab, einen elektrischen Weidezaun durchfahrend nun auf Schotter und echt knackig aufwärts.  Beim Ort der Kraft in etwa 1800 m wird kurz Pause gemacht, in der Hoffnung, dort doch die eine oder andere Portion Energie zu empfangen.  Nach wenigen Pedalumdrehungen sind wir oben am Garnitzentörl in 1856 m, die Aussicht ist hier einfach phänomenal und nach Anlegen unserer Helme und Windschutz geht es hinab auf groben Schotter zu einem kleinen Speichersee Nähe der Garnitzenalm und weil wir die heute etwas heiseren Rufe unseres Freundes SMUZE in der Eile völlig überhören, verpassen wir die Abzweigung nach links und düsen geschlossen zur Talstation der beiden Liftanlagen – 50 Höhenmeterchen zurück hinauf um danach brav rechts ab zu fahren – wer nicht hören will, muss eben fühlen, die Wadln!

Den groben Schotterweg Nr. 120 talwärts in Schussfahrt folgend bis zur Weggabelung auf 1241 m, hier links haltend und stetig steigend hinauf Richtung Kühweger Alm, die wir aber nicht anfahren, sondern den Weg talwärts folgen.

Prächtige Tiefblicke ins westliche Gailtal öffnen sich – Fototermin!

Auf Höhe 1094 m schlägt unser GPS-Navigator SMUZE wieder volle zu und leitet uns über jungfräuliche Waldpfade talwärts bis meine Güte nach einer zünftigen Kletterpartie über hausgroße Felsen mit anschließender Durchquerung des Oselitzenbaches endgültig am Ende angelangt war.  Auf Höhe 661 m erreichen wir gezeichnet von der vorangegangenen Sonderübung die Bundesstraße B90 und gleiten dieser entlang bis zur Talstation auf 630 m des Millennium-Express.

Dort teilt sich unsere Gruppe in die Liftfahrer einerseits und andererseits in das Häufchen verwegener Mountainbiker die den folgenden Anstieg auf sich nehmen wollen.  Da gibt es keine Diskussionen, wer mit was und wem, es zählt ausschließlich der Spaß den sich jedermann selbst auferlegt – so einfach sind die Regeln bei den Flowriders!

Das Asphaltband stellt nun mächtig entgegen, Gott sei Dank, teilweise durch den schattenspendenden Wald.  Beim Ederhof auf ca. 905 m kehren wir ein – höchste Zeit – so gut haben mir die Nudeln schon lange nicht mehr geschmeckt, eine echte Wohltat für meinen bereits etwas aufgebrauchten Kadaver. Gestärkt und in Hochstimmung geht’s nun weiter bis endlich ab etwa 960 m  Schotter den Asphalt ablöst, nun befinden wir uns auf dem „Friedensweg“ hinauf zur Rudnigalm in 1622 m, nur unterbrochen von einem kurzen Stopp um die Aussicht hier heroben  ein wenig einwirken zu lassen, uns fehlen ausnahmslos die Worte, einfach herrlich!

Von der Rudnigalm auf einer Schipiste steil nach unten bis wir auf den Weg Nr. 415 stoßen, danach entlang demselben rechts weiter, bis dieser in einen auch für Könner unfahrbaren steilen Steig übergeht.  Es folgen knifflige Schiebe- und Tragepassagen mit Überquerung des Rudnigbaches, diesmal aber auf einen kleinen Steg und ohne Wasserkontakt, dafür aber volle steil und steinig, nach oben – hört den die Schinderei überhaupt nicht mehr auf ?

Endlich, in 1499 m treffen wir auf eine Forststraße, scharf rechts weiter, und natürlich aufwärts zur Tressdorfer Alm auf 1585 m wo wir eine kleine Pause einlegen und ich den Wirt des Almgasthauses, den Hannes Dollinger, einen alten Freund, mit unserm Besuch überrasche.  Bist narrisch, das waren halt noch Zeiten damals vor etwa 28 Jahren, da heroben am Nassfeld …….

Mit dem festen Versprechen, demnächst mit meiner Familie heraufzukommen verabschieden wir uns und gleiten gemütlich, aber bereits im spürbar kühlen Schatten zurück in unsere Homebase.

Einstimmig unser Urteil :  Eine echte Einserpartie, echt super!

Der übrige Teil der Gruppe hat sich, wie mir später unten im Hotel mitgeteilt wurde, von der Bergstation Madritschen abwärts mindestens ebenso gut wie wir, prächtigst unterhalten, ein wundervoller Tag geht zu Ende.     

Tag 4 :            Sonntag, 01.08.2010,  HM : 475,  km : 21,6

Weil heute hier heroben am Nassfeld Almkirchtag abgehalten wird und wir bis spätestens 10:00 Uhr unsere Hombase zu räumen haben, entschließen wir uns, dass sind die Flowriders MIKI, UZE und meine Geringfügigkeit, gleich nach dem Frühstück, bei dem wir übrigens diesmal noch nicht vollzählig waren, abzureisen.

Gegen 09:15 Uhr geht es per Auto zurück ins Tal Richtung Hermagor und hinauf auf die Egger Alm 1422 m wo wir am großen Parkplatz unsere Benzinkutschen abstellen.

Bei Hammerwetter geht’s mit unseren Bikes weiter zur Dellacher Alm 1362 m, nun rechts angenehm hinauf durch den Wald – mah so a guate Luft – der offiziellen MTB-Route HP2 entlang.  Herrliche Almwiesen empfangen uns und mit jeder zügigen Kurbelumdrehung genieße ich den Aufstieg inmitten einer wundervollen Berglandschaft.  Einzigartige Motive zwingen unseren Meisterfotograf MIKI immer wieder zu kurzen Fotostopps. Das kann man einfach nicht mehr Toppen !!

Oben auf der Poludniger Alm 1708 m angekommen empfängt uns ein wahrhaftiges Postkartenpanorama, schon fast unnatürlich dieser Ausblick ringsum, ich wüsste nicht, in welche Richtung es schöner sein könnte, einfach einzigartig!

Vor einer bescheidenen Almhütte nehmen wir eine kleine Stärkung unter einem bereits notwendig gewordenen Sonnenschirm zu uns, danke UZE!

Schön langsam kommen immer mehr Touristen und wir verabschieden uns von diesem herrlichen Ort.  Vorsichtig geht’s talwärts und mittlerweile tut sich auch unten auf der Egger Alm bereits einiges.

Einstimmig auch diesmal unser Urteil :  Zweifelsfrei, eine Römischeinserpartie!  

>> Fotogalerie

Bis zu den nächsten Flowriders-Touren
eine wundervolle Zeit und liebe Grüße

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