Biketag 4 - "Lupo Special Edition"

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Der  4. Flowriders Biketag am DO., 10.06.2010

>  Es ist eine kleine Runde am Zwanzgerberg geplant, Flowriders Vorstand hat Anwesenheitspflicht da anschließend eine wichtige Besprechung stattfindet  <

 

…… wird uns da via Vereinshompage streng mitgeteilt. Und wenn für den Vorstand Anwesenheitspflicht besteht, so muss man sich halt trotz etlicher Vorbehalte in Bezug auf diese berüchtigten abendlichen Runden, dennoch überwinden und eben ausnahmsweise mal mitmachen, mit den jungen braven Buben. -> JUMP 2 Videos

Schließlich findet ja anschließend eine wichtige Vorstandssitzung statt, was tut man nicht alles um diesen netten Verein am Leben zu erhalten!

Bei großer Hitze starten wir vom Parkplatz beim „Schmankerl“ in Maria Rain so gegen 17:30 MESZ vorerst sehr moderat geht es Richtung Lampichl, Kreuth, Bach hinunter nach Straschitz um dort gleich scharf nach rechts Richtung Sattnitzberg zu radeln. Endlich stellt sich das Weglein kräftig, aber nicht unangenehm entgegen und der Untergrund wird schottrig.  Kurze Lichtungen geben den Blick auf unsere Landeshauptstadt nordwärts hin frei, aber die Kumpels haben heute offenbar andere Absichten als die schöne Aussicht zu genießen.  < Kricke > kramt plötzlich bei einem kurzen Stopp unsere neue Vereinskamera, ein kleines Wunderding, aus seinem Rucksack und fixiert diese auf seinen Fahrradhelm – Beweise müssen eben her meint er und filmt den weiteren Verlauf dieser „Unternehmung“ ausführlichst.

Ab diesen Punkt ist es mir nicht mehr möglich den weiteren Verlauf dieser Tour auf der wirklich sehr detaillierten digitalen Kompasskarte zu verfolgen.  Da wird plötzlich irgendwie in die Wildnis hinein abgebogen, über Wurzelwerch und unberührten Waldboden weiter steil aufwärts gefahren, das kostet mächtig Körner!

Die nun folgenden Abfahrten durch gröbstes Gehölz steil, steil hinunter und öfters sehr, sehr knapp an mächtigen Baumstämmen vorbei, möchte ich im Einzelnen nicht kommentieren. Da spritzen die Steine und vom Vordermann erhält man nicht selten einen aufgewühlten Ast nach hinten ab. Wie die wilde Jagd pressen die jungen

R-Buben ohne Furcht und Tadel da hinunter, als ob es kein Morgen mehr gäbe. Nur mit großer Mühe kann ich, als doch schon etwas gereifterer Mountainbiker, mit dieser Rotte vor mir mithalten.  Kurze Tragepassagen durch dichtestes Dickicht und Schlamm, dort wo eben sonst nichts mehr geht, sind noch die angenehmsten Abschnitte dieser „Räuber und Gendarm – Partie“.    

Noch etwas weich in den Knien am Ausgangspunkt angekommen befreie ich mich zunächst einmal vom Gehölz, Blattwerk und den übrigen Mitbringseln wie Kleinstgetier aller Art ect. und verstaue noch geistig stark mitgenommen mein braves Dreinulleins in das Auto.

Das zur offiziell angekündigten „kleinen Runde“ :

>>Flowig<< sagen unsere Buben dazu, immer noch tue ich mir etwas schwer, darauf vernünftig einzugehen.  Warten wir ab und sag niemals nie!

Nun aber werden Nägel mit Köpfen gemacht, bei der anschließend stattfindenden Vorstandssitzung und in meinem Geiste hatte ich bereits mindestens drei Punkte, die ich unbedingt in unseren Vereinsregeln zwingend integrieren wollte.

Das daraus an diesem Abend nun nichts wird, wurde mir beim Betreten des Schmankerl - Gastgartens klar, als ich neben dem vollzähligen Flowriders Vorstand noch eine Abordnung meiner engsten Arbeitskollegen angetroffen habe. Eine nette Geste, möglicherweise will sich der eine oder andere Arbeitskollege unserer Gesinnungsgemeinschaft anschließen, wäre ja schön und täte dem einen oder anderen zumindest körperlich mit allergrößter Bestimmtheit gut.

Als plötzlich Franz, ein alter lieber Spätzel und Kollege, mit einigen goldenen und silberfärbigen Päckchen behangen auf mich zutritt und mir im Namen der engsten Arbeitskollegen und des Flowriders Vorstandes zu meinem bevorstehenden Übertritt ins Pensionsleben herzlichst gratuliert, war mit mir nun endgültig aus, so überrascht war ich in den vergangenen 30 Jahren mit Sicherheit nicht mehr!

Die Sprache, im wahrsten Sinne des Wortes hat es mir vollends verschlagen, als ich neben einer Reihe von konditionsfördernden Lebensmitteln inklusive Notfallwasser eine besonders hochwertige und endlich dichte Regenjacke aus der goldenen Verpackung befreien durfte. Mit dieser für mich völlig überraschenden Situation war ich ehrlich gestanden im Moment echt überfordert, es war ganz einfach zu viel für mich!

Aus diesem Grunde möchte ich mich nochmals recht herzlich bei allen Beteiligten auch auf diesem Wege aufrichtig bedanken, VIELEN VIELEN DANK …..

die Überraschung ist Euch volle gelungen und meine Freude ehrlich und riesengroß!
Euer Kollege und Flowriders Schriftführer

Josef Laussegger
ALPENCROSSER

Video: Biketag 4 - Feinste Singletrails vor der Haustüre...
   


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